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Verkaufen im Internet

Mit unserem Leitfaden zum Verkauf von LIQUI MOLY Produkten im Internet führen wir Sie sicher durch den Verodnungs-Dschungel.

Aufgrund der Vielzahl an gesetzlichen Vorgaben fällt es Onlineshopbetreibern oftmals schwer im Gesetzesdschungel den Durchblick zu bewahren. Liqui Moly stellt Ihnen daher die wichtigsten Kennzeichnungspflichten bei der Abgabe von gefährlichen Stoffen und Gemischen über Online-Vertriebswege zusammen, damit Sie Ihre Produkte rechtskonform vertreiben und Bußgelder bzw. Abmahnungen seitens der Aufsichtsbehörden vermeiden können.

1. CLP-Verordnung

Die CLP-Verordung (Verordnung (EG) Nr. 1272/2008) regelt die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Chemikalien innerhalb der Europäischen Union. Nach Art. 48 Abs. 2 der CLP-Verordnung muss jegliche Werbung - darunter fällt auch das Anbieten von Produkten in Onlineshops - für als gefährlich eingestufte Gemische, die auf dem Kennzeichnungsetikett angegebenen Gefahreneigenschaften nennen. Die Werbung muss die folgenden Angaben enthalten:
1.    Gefahrenpiktogramm(e)
2.    Signalwort
3.    Gefahrenhinweis(e) (H-Sätze)
4.    ergänzende Informationen gemäß Artikel 25(6) – sofern zutreffend.

Die erforderlichen Kennzeichnungselemente finden Sie in Abschnitt 2.2 des entsprechenden Sicherheitsdatenblattes. Dem Kunden müssen diese Angaben vor Abschluss des Bestellvorgangs angezeigt werden. Dem Käufer sollen dadurch Gefahren vor Erwerb des Produktes und nicht erst durch das Produktetikett kommuniziert werden.
 

2. Biozidverordnung

Die Biozidverordnung (Verordnung (EU) Nr. 528/2012) reguliert die Herstellung, Kennzeichnung, Verwendung und das Inverkehrbringen von Biozidprodukten. Sie legt u.a. fest, dass jegliche Werbung für Biozidprodukte gemäß Artikel 72(1) mit folgenden Hinweis versehen werden muss:
„Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.“
Dieser Hinweis muss sich deutlich von der eigentlichen Werbung abheben und gut lesbar sein. Der Hinweis kann z.B. in Fettdruck und/oder einer größeren Schriftgröße als der übrige Text hervorgehoben werden. 
 

Gemäß Artikel 72 (3) der Biozidverordnung darf Werbung für Biozidprodukte nicht verharmlosend wirken bzgl. möglicher Risiken für die Gesundheit von Mensch oder Tier oder für die Umwelt. Beispielsweise müssen Angaben wie „Biozidprodukt mit niedrigem Risikopotenzial“, „ungiftig“, „unschädlich“, „natürlich“, „umweltfreundlich“, „tierfreundlich“ oder ähnliche Hinweise vermieden werden.
 

3. Detergenzienverordnung

Die Detergenzienverordnung (Verordnung (EG) Nr. 648/2004) regelt auf europäischer Ebene das Inverkehrbringen von Detergenzien und Tensiden. Hersteller sind gemäß DetVO Anhang VII Teil D dazu verpflichtet ein Datenblatt über Inhaltsstoffe auf einer Website zu veröffentlichen. Die Website enthält einen Link zur Pharmacos-Website der Europäischen Kommission oder zu einer anderen geeigneten Website, auf der eine Tabelle der Entsprechungen zwischen den INCI-Bezeichnungen, den Bezeichnungen des Europäischen Arzneibuchs und den CAS-Nummern bereitgestellt wird.


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4. Explosivgrundstoffverordnung

Am 01.02.2021 ist die Neufassung der  Explosivstoff-Verordnung (EU) 2019/1148 in Kraft getreten ist. Die Verordnung zielt darauf ab Stoffe und Gemische zu regulieren, die für die unrechtmäßige Herstellung von Explosivstoffen missbraucht werden können. 
Für Gewerbetreibende sieht die Verordnung u.a. Informationspflichten innerhalb der Lieferkette zu Beschränkungen, die Verpflichtung zur Meldung verdächtiger Transaktionen und Kontroll- und Informationspflichten für Online-Marktplätze vor.
Die betroffenen Chemikalien werden in Anhang I (Beschränkte Ausgangsstoffe für Explosivstoffe) und in Anhang II (Regulierte Ausgangsstoffe für Explosivstoffe) der Explosivstoff-Verordnung aufgelistet. 
Die Leitlinien zur Durchführung der Explosivstoff-Verordnung ermöglichen der Informationspflicht innerhalb der Lieferkette u.a. mit Hilfe von Sicherheitsdatenblättern nachzukommen. In Abschnitt 15 der Liqui Moly Sicherheitsdatenblätter wird daher zukünftig ein Hinweis auf die Explosivstoff-Verordnung vermerkt sein, falls ein Artikel eine in Anhang I oder Anhang II gelistete Substanz enthalten sollte.
Aktuell führt Liqui Moly keine Artikel im Sortiment, die einen oder mehrere der in Anhang I genannten beschränkten Ausgangsstoffe enthalten.
Zum jetzigen Zeitpunkt fallen lediglich die in Tabelle 2 im Anhang dieses Schreibens genannten Liqui Moly Artikel in den Geltungsbereich der Explosivstoff-Verordnung, da sie regulierte Ausgangsstoffe enthalten.
Bitte beachten Sie die gemäß Explosivstoff-Verordnung gestellte Pflicht zur Unterrichtung innerhalb der Lieferkette und zur Meldung verdächtiger Transaktionen, des Abhandenkommens und des Diebstahls erheblicher Mengen bei diesen Liqui Moly Produkten. 
 

Nähere Informationen zur Umsetzung können Sie den Leitlinien zur Explosivstoff-Verordnung entnehmen.

Einige weitere Liqui Moly Artikel enthalten zwar ebenfalls regulierte Ausgangsstoffe, sind aber nicht von der Explosivstoff-Verordnung betroffen, da folgende in den Leitlinien definierte Ausnahmeregelung angewendet werden kann:
„Des Weiteren gibt es Fälle, in denen es so schwierig wäre, bestimmte Produkte, die Ausgangsstoffe enthalten, zur Eigenherstellung von Explosivstoffen zu verwenden, dass die betreffenden Produkte vermutlich keine Gefahr darstellen.“
 

5. Altölverordnung

Hier Infoschreiben für Onlineshops downloaden:

Beachten Sie bitte in Ihrem eigenen Interesse die in der CLP-Verordnung, der Biozidverordnung, der Detergenzienverordnung, der Explosivstoffverordnung und der Altölverordnung gestellten Anforderungen bei der Abgabe von gefährlichen Stoffen und Gemischen über Online-Vertriebswege. Wir möchten auch darauf hinweisen, dass je nach Art des Produktes Kennzeichnungspflichten über die genannten Verordnungen hinaus bestehen können.


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