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Den Laden nach vorne peitschen, aber wie sieht es hinten aus?

Unser Quartalsbericht mit recht guten Zahlen hat gezeigt, wie hart wir in den letzten Monaten gearbeitet haben. 65 Mio. Umsatz im März – Wahnsinn!!!

Liebe und sehr geehrte Journalistinnen und Journalisten, Redakteurinnen und Redakteure,

unser Quartalsbericht mit recht guten Zahlen hat viele von Ihnen neugierig gemacht. Was steckt hinter diesen Zahlen? Wie sieht es hinter den Kulissen und in unserem Alltag aus?
Diese Fragen möchte ich hiermit sofort und aus dem Stegreif beantworten, ohne auch nur ein einziges Mal die Worte Corona, Pandemie-Versager, föderale Krisen-Murks-Manager oder Laschetsöder zu verwenden.
Ausreden höre ich jeden Tag genug. Leider vermehrt von unseren Zulieferern. Damit sind wir schon beim ersten Mühlstein, der uns um den Hals hängt: Rohstoffknappheit landauf, landab. Unsere Vorratstanks sind leer. Wir leben von der Hand in den Mund und wringen jeden Tropfen Öl aus unseren Leitungen, um überhaupt lieferfähig zu bleiben. Force Majeur – höhere Gewalt – so schallt es unserem Einkauf entgegen, wenn wir nach Lieferterminen fragen. Wo wir ansonsten mit 5.000 t Schiffsladungen von der Nordsee bis zu unserer Fabrik im Saarhafen zu Dillingen fahren, tuckern wir heute mit 30 t LKW über die Landstraßen und Autobahnen. Unrentabel, teuer und gar nicht umweltfreundlich. Rohstoffe, Verpackungsmaterialien, Kanister und Fässer, Verschlüsse, Kartons und Folien. Es fehlt hinten und vorne. Für manchen war der Lockdown offensichtlich ein Knockdown.... Werkserweiterungen und Reparaturen schieben wir auf die lange Bank, weil Handwerksbetriebe und Montagefirmen auch nur noch über Mangel an Ersatzteilen und Materialien klagen. 
Was ist da los? Dieser Knick im Versorgungsschlauch ist doch nicht auf die paar Schiffe, die ein paar Tage im Suezkanal festhingen, zurückzuführen. Ich glaube eher, dass die eine oder andere Firma immer noch lieber auf dem Sofa rumhängt, dem Home-Office frönt und Kurzarbeitergeld bezieht, um Kosten zu sparen, anstatt die Ärmel hochzukrempeln. Soweit zur Beschaffungstragödie, unter der wir im Moment leiden. 
Und das, was wir bekommen, ist schweineteuer geworden. Eine Preis-Explosion hat unsere Ertragskraft erschüttert – zwischen 10% und 20% Preiserhöhungen unserer Vorlieferanten „ab morgen“ sind keine Seltenheit... Wir rechnen mit satten 20 Millionen Euro Mehrkosten, aufs laufende Jahr gesehen, allein für unsere Materialbezüge in der Fabrik. Klar, versuchen wir diese Kostenerhöhungen unsererseits über Preiserhöhungen an die Märkte weiter zu geben. Aber machen Sie das mal in Ländern, deren Volkswirtschaft am Boden liegt und die Inflation an die Decke strebt. 
Apropos Export: zwei Drittel unseres Geschäftes machen wir im Ausland. Mit circa 150 Ländern.
Wissen Sie was zurzeit fehlt? Ordinäre Container. Da denken alle an eine Krise und dann gibt es keine Seecontainer und auch keine ausreichenden Frachtmöglichkeiten. Alles ausgebucht. Alles belegt, alles auf hoher See zwischen Asien und Europa. Krise? Kaufen bis die Schwarte kracht. So herum stimmt es eher. Teilweise warten wir wochen- und monatelang, bis wir wieder Frachtmöglichkeiten für unser Exportgeschäft nach Übersee – egal in welche Himmelsrichtung – zugeteilt bekommen. Auch nicht lustig. 
Mit einem Wort: Vorne kommt nur spärlich was rein und hinten geht es nur zögerlich raus. In der Mitte schaffen wir im 3-Schicht-Betrieb, um trotz widriger Umstände unsere Ziele zu erreichen, auf der Erfolgsspur zu bleiben und um uns nicht unterkriegen zu lassen. Ich sage oft: „Die Schwäche unseres Gegners ist unsere Stärke.“ Man ist eben nicht nur im Sport, sondern auch in der Wirtschaft immer nur so gut, wie es der Gegner, die Konkurrenz, zulässt. Aber im Moment sind wir nur so gut, wie es unsere Vorlieferanten durch zuverlässige Warenversorgung ermöglichen.... Hätte ich auch nicht gedacht, dass so etwas noch einmal passieren könnte. Irgendwie doof, wenn man zum Angriff bläst und der Nachschub stockt. Aber solange wir in Ulm oder in Saarlouis keine Ölquellen entdecken, müssen wir uns halt mit den Gegebenheiten herumschlagen und damit fertig werden.
Wir nennen das Inkompetenzkompensationskompetenz. Schönes Wort. Habe ich neulich mal irgendwo gelesen. In der Baubranche soll es übrigens ähnlich zu gehen – habe ich gehört.
Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Tag. Bleiben Sie gesund und fröhlich.

Beste Grüße
Ihr
Ernst Prost
Geschäftsführer
 

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